Das exakte Einstellen der Farbdarstellung und der Helligkeitsdarstellung des Monitors (bzw. Bildschirms) wird als Monitorkalibrierung bezeichnet. Generell wird dies über das Farbmanagement realisiert. Die Kalibrierung einzelner Farben (z.B. mehr Blau) und auch die Farbtemperatur wird angepasst und berichtigt. Wer einwandfreie Bilder auf seinem Monitor haben möchte, kann auf eine optimale Einstellung seines Monitors nicht verzichten. Damit steht und fällt unter anderem auch die Bildbearbeitung. Unabhängig vom Computer besteht die Möglichkeit, alle erforderlichen Einstellungen direkt am Monitor vornehmen zu können. War man in früheren Zeiten auf Drehknöpfe am Gerät angewiesen, bietet die fortschreitende Technologie heutzutage andere Möglichkeiten. Über spezielle Tasten und sogenannte Menüs können unter anderem auch Helligkeit, Kontrast sowie Farbtemperatur vorgenommen werden. Um die technischen Möglichkeiten eines Monitors auszuschöpfen, sollte eine Monitorkalibrierung als Voraussetzung für optimale Farbdarstellungen allen anderen Einstellungen voran gehen. Erst danach erfolgt die sogenannte Profilierung. Der Benutzer teilt dem jeweiligen Betriebssystem die individuellen Eigenschaften des Monitors mit, um eine optimale Ausnutzung der jeweiligen Tonwertabstufungen zu erzielen. Jedoch kann es sein, dass trotz Kommunizierens zwischen Monitor und Rechner ausgedruckte, digitale Fotos, abweichen können. Die Begründung dafür liegt an den unterschiedlichen Farbräumen von Monitor und Drucker.
Soll die Grundhelligkeit beeinflusst werden, so geschieht dies über die Helligkeitseinstellung. In der Regel sollte diese einen Ton heller ausfallen, als das Schwarz des ausgeschalteten Monitors. Ist diese technische Möglichkeit nicht gegeben, kann es vorkommen, dass keine exakten Tonwertabstufungen in dunklen Bereichen möglich sind und das gezeigte Bild gräulich wirkt. Um das dargestellte Bild auf einem Monitor optimal wieder zu geben, sollte der Benutzer dem Kontrast (Weißpunkt) eine besondere Bedeutung beimessen. Kleinere Tonwertabstufungen werden in der Regel bei einem hohen Kontrast erkannt. Jedoch ist im Allgemeinen davon abzuraten, den Kontrast auf eine maximale Stufe zu stellen, da in den meisten Fällen die Lebensdauer eines Monitors negativ beeinflusst werden kann. Zu den wichtigen Faktoren der Monitorkalibrierung gehört auch die Einstellung der Farbtemperatur. Bei neuen Monitoren findet der Benutzer meist eine voreingestellte Farbtemperatur. Wer eine genaue Einstellung wünscht, muss dafür ein spezielles Messgerät verwenden. Jedoch reicht die Einstellmöglichkeit über das Monitor- Einstellmenü vollkommen aus, um eine zufrieden stellende Farbqualität des Bildschirms im Zuge des Farbmanagements zu erzielen. Das Auge als Farbmessgerät einzusetzen, ist zwar nicht die exakteste Form, der Monitorkalibrierung, jedoch kann so auch der Laie die eklatantesten Fehler bei der Einstellung korrigieren. Da sich das menschliche Auge sehr schnell täuschen lässt, kommt es zu Ungenauigkeiten, beispielsweise wenn es um das exakte Einschätzen der Farbe Weiß geht. Im Zusammenspiel mit dem Tageslicht oder auch einer elektrischen Beleuchtung, korrigiert das menschliche Auge nach und definiert die Farbe Weiß oftmals anders, als eigentlich dargestellt. Derjenige, der diese Ungenauigkeiten ausschließen möchte, sollte ein Hardware- Farbmessgerät einsetzen. Dieses sogenannte Colorimeter arbeitet im Zusammenspiel mit einer entsprechenden Software. Waren Hilfsmittel dieser Art noch vor wenigen Jahren Profis vorbehalten und dementsprechend teuer, hat der Handel reagiert und stellt heutzutage auch dem Laien erschwingliche Geräte und Software zur Verfügung. So ist es unter anderem auch dem Hobbyfotografen möglich, selber eine Monitorkalibrierung durchzuführen. Nachdem man das Colorimeter am Monitor angebracht hat, zeigt die Software eine Vielzahl unterschiedlicher Farben, deren Werte nacheinander gemessen werden. Das jeweilige Farbprofil ergibt sich bei der Messung. So berechnet das Colorimeter für jede Farbe einen sogenannten Ist- Wert, der dem Soll- Wert gegenüber gestellt wird. Die Abweichung zwischen diesen beiden Werten ergibt das Farbprofil eines Monitors. Bevor der Anwender eine Monitorkalibrierung vornimmt und ein Colorimeter einsetzt, macht es natürlich Sinn festzustellen, ob das verwendete Betriebssystem das Farbmanagement auch unterstützt. Technisch gibt es eigentlich nur eine Methode zur richtigen Monitorkalibrierung. Ein Farbmessgerät misst die Farbdarstellung des Monitors, der Benutzer selbst oder die entsprechende Software korrigiert die fehlerhaften Einstellungen. Es gibt auch Tests ohne entsprechende Hardware, diese sind natürlich nicht annährend so genau wie mit Farbmessgerät. Bei diesen Test muss der Benutzer anhand von Testgrafikten den Monitor so einstellen, dass er alle Felder sehen kann. Hierbei wird jedoch nur der Monitor eingestellt, Profile in der Software werden nicht angepasst. Bei den folgenden zwei Testgrafiken müssen Sie alle Schattierungen / Abstufungen erkennen können. Anderfalls korrigieren Sie bitte die Helligkeit und den Kontrast Ihres Monitors.  Bei dieser Grafik sind 11 Abstufungen von Weiß bis Schwarz (Tonwert 0 bis 255) zu erkennen.

Bei dieser Grafik sind 7 Abstufungen zu erkennen.
| Öffnen Sie das nebenstehende Bild. Lassen Sie es großflächig auf Ihrem Bildschirm anzeigen. Am besten Vollbild. Auf diesem Bild müssen Sie sechs "Q"-Symbole erkennen können. Sollten Sie nicht alle sehen können, müssen Sie die Helligkeit und den Kontrast ändern. | | | |
Diese Tests ersetzen keine Monitorkalibrierung mit entsprechenden Geräten und der dazugehörigen Software! Hardware und Software zur Monitorkalibrierung
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