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Freitag, 30. Juli 2010
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Wie kommt das Printprodukt auf Papier PDF Drucken E-Mail

Der eigentliche Workflow in jeder Druckerei beginnt bereits bei der Auftragsannahme. Neben dem Druckverfahren (z.B. Siebdruck, Offsetdruck),

die sich im Wesentlichen in der Art des Farbauftrages von der jeweiligen Druckform auf das zu bedruckende Material unterscheiden, gilt es weitere Details zu berücksichtigen. Abhängig vom Endformat des Produkts, der Farbigkeit und der Auflage muss das Erzeugnis der jeweiligen Druckmaschine zugeordnet und vorbereitet werden. Mit den nötigen Angaben und Informationen versehen, durchwandert der Auftrag verschiedene Stufen.

1. Die Druckvorstufe/DTP (Desktop-Publishing):
Aufgrund der modernen Technologien werden die Daten vom Kunden in der Regel bereits fertig per Datenträger (z.B. CD/DVD), über ISDN oder auch per Email angeliefert und müssen in der Vorstufe meist nur auf Druckfähigkeit, Korrektheit und Vollständigkeit überprüft werden. Problematisch kann dabei die genutzte Plattform, das Computer-System sein. Während in der grafischen Branche überwiegend Apple-MacIntosh, kurz Mac, Standard ist, wird im privaten Bereich eher das Windows-Betriebssystem genutzt. Dies kann vor allem im Zusammenhang mit Schriften zu Kompatibilitätsproblemen führen.
Weitere Aufgabe der Mitarbeiter im „Satz“ ist es, bereits vorhandene Daten nach Kundenwunsch zu ändern, nachzusetzen, d.h. das Produkt anhand der Vorlage mit entsprechender Software nachzubauen, oder auch die komplette Gestaltung zu übernehmen.
Mit der Bitte um Druckfreigabe geht jeder Auftrag nach entsprechender Vorbereitung dem Kunden in Form eines, wenn nötig farbverbindlichen, Ausdruckes (Plot) zur Korrektur zu. Sobald die Imprimatur erfolgt, wird der Auftrag an die nächste Verarbeitungsstufe weitergegeben.

2. Die Druckformenherstellung:
Noch vor wenigen Jahren war es gängige Praxis mit Film und Montagefolie zu arbeiten. Von der Vorstufe wurde die Datei zunächst mit Hilfe einer Lasertechnik auf Film belichtet. Die Filme wurden anschließend vom Druckformenhersteller auf spezielle Montagefolien aufgeklebt. Mit dem Plattenkopiergerät wurde der Inhalt der Montagefolie dann auf die Druckplatte übertragen.
Beim modernen CTP-Verfahren (Computer to Plate) wird die Montage-Arbeit komplett übersprungen. Wie der Name bereits sagt, kommen die Daten direkt aus dem Computer auf die Druckplatte. Die aufbereiteten Daten werden von der Vorstufe als PostScript- bzw. PDF-Datei übergeben und mit spezieller Software am Computer ausgeschossen. Was zuvor auf Folie geklebt wurde, wird nunmehr direkt am PC zusammenmontiert. Je nach Produkt, Farbe und Auflage werden die vorliegenden Seiten auf der digitalen Montagefolie zusammengestellt und anschließend direkt auf die Druckform, die Platte, belichtet.
Je nach Umfang und Seitenzahl des Endproduktes werden ein oder mehrere Plattensätze, auch Druckbögen genannt, ausgegeben. Jeder Satz besteht dabei aus soviel Platten, wie Farben auf den jeweiligen Seiten verwendet werden. Im herkömmlichen Vierfarbdruck (CMYK) setzt sich ein Druckbogen aus den sogenannten Skalen-Farben Cyan (Blau), Magenta (Rot), Yellow (Gelb) und Key-Color (Schwarz) zusammen.
Die Digitaldruck-Technik überspringt sogar diesen letzten Schritt und bringt das ausgeschossene Druckerzeugnis über entsprechende Maschinen direkt aufs Papier.

3. Die Druckerei:
Je nach Größe der Maschine können unterschiedlich viele Farben gleichzeitig zu Papier gebracht werden. Der Drucker spannt die Platten in die Druckmaschine ein und gibt Farbe in die jeweilige Vorrichtung hinzu. Im Offsetdruck wird das Papier entweder als vorgeschnittene Bogen eingelegt oder von einer Rolle genommen. Entsprechend spricht man von Bogen- oder Rollen-Offset. Der Druckvorgang kann beginnen. Während des Druckens nimmt der Drucker immer wieder Proben, um die Farben zu überprüfen. Wenn die Auflage erreicht ist, wird das bedruckte Papier zunächst zum Trocknen abgelegt und gegebenenfalls noch einmal zum Lackieren in die Maschine genommen.

4. Die Weiterverarbeitung / Binderei
Wenn der gesamte Druckvorgang abgeschlossen ist, muss das Druckerzeugnis in sein Endformat beschnitten werden. Je nach Bedarf kommen Stanzung, Prägung, Nuten, Lochen und weitere Verarbeitung hinzu, bevor das Produkt endgültig fertig ist.

Endlich kann das Printprodukt verpackt und dem Kunden geliefert werden.
 
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